Lima, Peru: Fisch und Meeresfrüchte genießen in La Punta
Wenn man in Lima einen kulinarischen Geheimtipp erfahren möchte, dann sollte man einen Ausflug nach La Punta machen!
La Punta ist eine Oase der Ruhe inmitten dem typischen Chaos der südamerikanischen Großstädte. Es gibt kaum Verkehr. Die schmale Halbinsel war einst ein Fischerdörfchen, bevor sich Lima ausbreitete und es verschlang, und im 19. Jahrhundert diente es als Strandferienort. La Punta ist die nördliche Spitze in der Bucht von Lima und ist eigener Stadtteil im Hafenviertel Callao. Hier wird darauf geachtet, wer einfährt, wer sich hier so rumtreibt. La Punta ist ein Viertel der Oberschicht.
Die Reise lohnt sich. Dem Besucher wird hier ein Restaurant nach dem nächsten geboten, die alle eines gemeinsam haben: sie servieren fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte in allen Variationen. Besonders zu empfehlen ist der Chupe de Camarones, eine cremige Suppe mit Reis, Mais, zerschmelzendem Käse und jeder Menge frischen Langusten. Aber natürlich darf hier auch Ceviche, Leche de Tigre und Tiradito nicht fehlen. Was Ceviche und Leche de Tigre ist, haben wir in einem anderen Beitrag schon einmal ausführlich erläutert. Tiradito ist peruanisches Carpaccio eingelegt in unterschiedlich scharfen Chilisaucen. Daneben gibt es eine Riesenauswahl an Fischarten, die auf die verschiedensten Arten zubereitet werden.
La Punta hat sich herausgemacht. Zwar reihten sich hier schon immer die schönen Häuser, alles Überbleibsel aus der Kolonialzeit, aneinander, mittlerweile gibt es aber schon eine schöne Promenade entlang den Ufern des Pazifiks. Auf der einen Seite der Halbinsel kann man ewig an der Uferpromenade entlanglaufen und den Blick über das entfernte Lima schweifen lassen, auf der anderen Seite bietet sich der eindrucksvolle Blick auf den Hafen, mit seinen riesigen Schiffshebeanlagen.
Die limeñosschätzen La Punta für einen Sonntagsausflug. Man kann hier noch viel mehr erleben. Gleich in der Nähe der Zufahrt zu La Punta, gegenüber des Eingangs zum Hafengelände, befindet sich die Festungsanlage Real Felipe (9-14 Uhr). Für einen Besuch kann man hier locker 3-4 Stunden einplanen. Der Besuch ist nur im Rahmen von geführten Touren auf spanisch möglich.
Wie jedes Hafenviertel zählt aber auch das umliegende Callao nicht gerade zu den sichersten Ecken der Stadt. Am besten erreichet man La Punta aber sowieso mit dem eigenen Auto oder mit dem Taxi (40 Soles ab Miraflores). Mit dem öffentlichen Verkehr ist es recht kompliziert hierher zu gelangen und mit vielen Malen Umsteigen verbunden. Busse fahren ab Plaza 2 de Mayo und tragen die Aufschrift „La Punta“.
Rezept Chupe de Camarones:
Zutaten:
1kg ganze rohe Garnelen frisch
1kg Kartoffeln gewürfelt
50g Reis
125g Erbsen grün frisch oder TK-Ware aufgetaut
1 Zwiebel gehackt
1 Knoblauchzehe zerdrückt
100g Manchego-Käse gerieben
2EL Tomatenmark dreifach konzentriert
3 Eier
1 Dose Kondensmilch 10% Fett
2 EL Petersilie gehackt
Aji Amarillo Pulver, Oregano, Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Die Garnelen gründlich waschen und die Köpfe entfernen. Mit einem scharfen Messer den Panzer am Rücken entlang aufschneiden und den Panzer entfernen. Den Rücken aufschneiden und den Darm unter fließendem kalten Wasser ausspülen.
Die Garnelenköpfe und Garnelenpanzer in einen Topf geben und mit 500 ml Wasser auffüllen. Alles zusammen aufkochen lassen und etwa 15 Minuten bei schwacher Hitze weiter köcheln lassen. Die Garnelenbrühe durch ein mit einem Geschirrtuch ausgelegten Sieb filtern, die Brühe auffangen und warm stellen.
Zwei Esslöffel Sonnenblumenöl in einem hohen Topf erhitzen und die Garnelen von allen Seiten anbraten bis sie zartrosa sind. Die Garnelen aus dem Topf nehmen und auf Küchenpapier legen, um das Fett abtropfen zu lassen. In der Zwischenzeit warm stellen.
Jetzt die Zwiebelwürfel im Öl glasig andünsten. Den frischen Knoblauch mit Schale pressen, in den Topf geben und das Tomatenmark kurz mitdünsten. Die Kartoffelwürfel dazu geben und mit anschwitzen. Alles zusammen mit dem restlichen Wasser ablöschen und aufkochen lassen. Dabei öfters umrühren, damit sich das Tomatenmark gut verteilen kann.
Den Reis in die Suppe geben und alles zusammen kräftig aufkochen lassen. Anschließend mindestens 25 Minuten weiter köcheln lassen bis der Reis bissfest ist und die Kartoffeln gar sind.
Fünf Minuten vor Ende der Garzeit die Erbsen dazu geben und mit köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Kondensmilch mit den Eiern verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Zum ende der Garzeit der Suppe den beiseite gestellten Garnelenfond in die Suppe geben und alles zusammen noch einmal aufkochen.
Kurz vor dem servieren die Garnelen und die Käse-Milchmischung unter die Suppe mischen. Mit Salz, Pfeffer, Oregano und dem Aji Amarillo Pulver herzhaft abschmecken.
Das Ganze noch einmal erhitzen und solange erhitzen lassen bis die Eiermischung gestockt ist. Die Suppe darf nicht mehr kochen.
Heiß in Suppetassen füllen und mit Petersilie bestreut servieren.
Buen Provecho!







